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Bischof Müller verteidigt Papst Benedikt XVI.
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| Bild: ddp | |
| «Gegen das idiotische und infame Herumfabulieren muss mit anderen Mitteln vorgegangen werden» | |
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Schlagworte: Geschichte Holocaust Kirchen ( Geschichte Holocaust Kirchen ) |
Regensburg (ddp-bay). Im Streit um die Wiederaufnahme des Holocaust-Leugners und Bischofs der Piusbruderschaft, Richard Williamson, in die Kirche weist der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller die Kritik an Papst Benedikt XVI. zurück. Die Aufhebung der Exkommunikation und die Empörung über Williamsons Leugnung der Shoah seien «zwei verschiedene Vorgänge», die voneinander getrennt betrachtet werden müssten, sagte Müller der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstagausgabe). Beide hätten «weder sachlich noch von der persönlichen Kenntnislage des Papstes etwas miteinander zu tun».
Die Aufhebung der Exkommunikation beziehe sich auf die Kirchenstrafe, die gegen vier Bischöfe wegen des unerlaubten Empfangs der Bischofsweihe verhängt worden sei. «Gegen das idiotische und infame Herumfabulieren des noch immer suspendierten Richard Williamson muss mit anderen Mitteln vorgegangen werden», betonte Müller.
Den Schaden habe Williamson angerichtet, nicht Benedikt XVI. «Manche haben nur darauf gewartet, hier dem Papst etwas unterstellen zu können», beklagte der Bischof. Zugleich bekräftigte Müller das Hausverbot gegen Williamson in allen Einrichtungen der Diözese. Angesichts seiner skandalösen Äußerungen habe er «auch nach der Aufhebung der Exkommunikation kein Recht, bei uns unter irgendeinem Vorwand aufzutauchen».
Der Papst war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten, weil er die Exkommunikation von vier Bischöfen der traditionalistischen Piusbruderschaft aufgehoben hatte. Unter ihnen ist auch der Brite Williamson, gegen den die Regensburger Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Brite hatte in einem im Landkreis Regensburg aufgezeichneten Fernsehinterview behauptet, die historische Evidenz spreche gegen die Existenz von Gaskammern zur NS-Zeit. Auch seien nicht sechs Millionen Juden, sondern 200 000 bis 300 000 Juden von den Nazis ermordet worden.
(ddp)
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