Ratgeber Öl

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Bild: dapd
Auf Sorte und Wechselintervalle achten
Schlagworte:  Auto Pflege 
Auto Pflege )

Bonn (dapd). Spätestens nach jedem dritten Tankstopp sollte man den Ölstand seines Autos kontrollieren. "Der ist dann optimal, wenn der Messstab eine Füllmenge nahe der oberen Peilstab-Markierung anzeigt", erläutert Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass viele Autofahrer den regelmäßigen Check vernachlässigen. Die Sachverständigenorganisation KÜS listet regelmäßig Ölverluste auf einer Spitzenposition in ihren jährlichen Mängelreports auf.

Die regelmäßige Kontrolle und ein eventuelles Nachfüllen ändern jedoch nichts daran, dass das Motoröl altert und verschleißt. Die sogenannten Additive bauen sich mit der Zeit ab, das Öl verschmutzt durch Verbrennungsrückstände, Staub und Abrieb. "Deshalb hat der turnusmäßige Ölwechsel oberste Priorität, am besten in einem Kfz-Betrieb", sagt ZDK-Mann Köster. Was im ersten Moment wie Eigenwerbung klingt, ist jedoch plausibel. Das Angebot an Ölen ist für Laien schier undurchschaubar. Zudem muss das Altöl fachgerecht aufgefangen, gelagert und schließlich von einer dafür zugelassenen Entsorgungsfirma abgeholt werden. Fehler beim Do-it-yourself-Ölwechsel können zu Motorschäden führen, Öl kann ins Erdreich laufen und der Umwelt schaden.

Öl hat vielfältige Funktionen

Entscheidend für die Lebensdauer von Benzin- und Dieselmotoren ist die Wahl der richtigen Ölsorte sowie die korrekte Dosierung. Die entsprechenden Informationen finden sich im Bordbuch. Zudem garantiert eine regelmäßige Pflege und Wartung, dass der Motor optimal geschmiert wird. "Oft wird vergessen, was das Öl so alles leistet", schildert Köster seine Beobachtungen.

Öl müsse nicht nur die beweglichen Teile im Motor schmieren und die Reibung vermindern. Es nehme auch den mechanischen Abrieb und Verbrennungsrückstände auf und habe dadurch eine Art reinigende Wirkung. Zudem soll es vor Rost schützen, der Kühlung der Motorteile dienen und obendrein Dichtigkeit gewährleisten. "Dabei muss man berücksichtigen, dass sich Motoröl im Laufe seiner Dienstzeit selbst verbraucht, ob durch Verdünnung mit Wasser und Kraftstoff, ob durch Oxidation oder durch mechanische Zerstörung der Öl-Moleküle", erläutert der Fachmann: "Das wiederum führt einem den Sinn regelmäßiger Ölwechsel vor Augen."

dapd

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