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Haderthauer pocht auf Einführung des Betreuungsgelds
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| Bild: dapd | |
| Özdemir appelliert an Merkel | |
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Schlagworte: Soziales Familie Betreuungsgeld ( Soziales Familie Betreuungsgeld ) |
Passau (dapd). Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer rechnet fest damit, dass das Betreuungsgeld wie geplant kommt. "Was im Koalitionsausschuss dieser Regierung vereinbart wurde, hat bislang immer gegolten", sagte die CSU-Politikerin der "Passauer Neuen Presse" vom Montag . Sie wehrte sich gegen Kritik, das Betreuungsgeld könne nachteilig für Kindern aus sozial schwachen Familien sein. "Die subtile Unterstellung, dass 'sozial Schwache' schlechtere Eltern für ihre Kleinkinder sind, halte ich für unerträglich. Es spricht nichts dafür, dass die Krippe für Ein- und Zweijährige der alleinige Königsweg ist", sagte Haderthauer.
Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel aufzuhören, der CSU Wahlkampfhilfe zu geben. Die CSU dürfe nicht alle Kinder, Eltern, Erzieher und Kitas in Deutschland in Geiselhaft für ihr Vorhaben nehmen. Jeder Euro müsse dringend in die Kitas investiert werden, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz 2013 einlösen zu können. Es wäre ein Armutszeugnis für das Land, wenn dies nicht gelänge und es eine Klagewelle gäbe, warnte Özdemir.
Die FDP steht trotz ihrer Skepsis zur Koalitionsabmachung beim Betreuungsgeld. Die FDP sei nie ein Freund der Idee gewesen, breche aber keine Vereinbarungen, sagte der Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" (Montagausgabe). Er verwies darauf, dass Vereinbarungen auch gemeinsam wieder geändert werden können. Die Liberalen warteten jetzt ab, worauf sich die Union verständige.
dapd
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