Städtetag: Mehr für von Armut bedrohte Familien tun
ddp on 13 März, 2010 07:48:21
Osnabrück (ddp). Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung
aufgefordert, «Hartz IV»-Familien stärker zu helfen. Dazu sollten
Leistungen wie Kinderzuschlag und Wohngeld weiter entwickelt werden.
In einem Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung»
(Samstagausgabe) sagte Hauptgeschäftsführer Stephan Articus, es könne
«nicht richtig sein», dass Familien trotz Vollzeitbeschäftigung von
Armut gefährdet seien. Jede dritte «Hartz IV»-Familie müsse
aufstocken, weil das eigene Einkommen zum Lebensunterhalt nicht
reiche. «Hier muss der Staat mit speziellen, auf die Bedürfnisse von
Kindern besonders zugeschnittenen Leistungen helfen», forderte
Articus.
Er reagierte damit auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit
(BA). Danach verfügen rund 1,32 Millionen Menschen, die
Arbeitslosengeld II erhalten, über eigenes Erwerbseinkommen von
durchschnittlich 544 Euro im Monat. Nach Ansicht des Deutschen
Städtetages ist besonders problematisch die Zahl von 357 000
Vollzeitbeschäftigten, die ergänzend zu ihrem Einkommen
Arbeitslosengeld II beziehen, sowie der hohe Anteil von Familien mit
Kindern.
(ddp)
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